KIND-KRIEG

2025-2026
Kohle, Buntstift, Bleistift, Wand- und Sprühfarbe auf Papier
59,4x42 cm | 42x29,7 cm


In dieser Zeichnungsserie beschäftige ich mich zunehmend mit den Spuren von Kindheit im Krieg. Ausgangspunkt sind Fotografien zerstörter Orte, in denen Fragmente alltäglichen Lebens sichtbar bleiben – Spielzeuge, Kleidung oder Möbelstücke zwischen Trümmern. Diese Bilder überführe ich in eine rohe, fragmentierte Zeichensprache, die an kindliche Wahrnehmung erinnert. Linien brechen ab, Perspektiven lösen sich auf, Formen bleiben instabil. Der Krieg erscheint dabei nicht nur als Motiv, sondern verändert auch die Struktur des Zeichnens selbst: „Keine Struktur muss mehr aufgebrochen werden, denn alles liegt bereits in Trümmern.“ So entsteht ein Bildraum zwischen Erinnerung, Verlust und Vorstellungskraft.